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Bevölkerungsschutz

In der Schweiz ist der Bevölkerungsschutz im Wesentlichen kantonal organisiert. Die Kantone organisieren den Bevölkerungsschutz ihrerseits in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Der Bund hat gemäss Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) ebenfalls bestimmte Aufgaben wahrzunehmen.

Das oberste Ziel des Bevölkerungsschutzes ist der Schutz der Bevölkerung und ihrer Lebensgrundlagen bei Katastrophen und in Notlagen. Katastrophen und Notlagen können auf Grund der zunehmenden Vernetzung der modernen Gesellschaft und der Nutzungsdichte des Raumes in der Schweiz zu grösseren Schäden führen als früher. Der Bevölkerungsschutz stellt Führung, Schutz, Rettung und Hilfe zur Begrenzung und Bewältigung solcher Schadenereignisse sicher. Dahingegen stehen Massnahmen zur Bewältigung von kriegerischen Ereignissen derzeit nicht im Vordergrund.

Bevölkerungsschutz – eine Gemeinschaftsaufgabe

Die Aufgaben im Bevölkerungsschutz werden in der Schweiz – und so auch im Kanton Bern – durch ein Netzwerk von verschiedenen Partnern wahrgenommen. Dieses Partnernetzwerk schützt die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen bei Katastrophen, Not- und Mangellagen. Meist braucht es den Einsatz mehrerer Partner, um diese verantwortungsvolle und vielfältige Aufgabe zu erfüllen. Bevölkerungsschutz ist also eine Verbundaufgabe.

Das Partnernetzwerk im Kanton Bern

Das Partnernetzwerk „Bevölkerungsschutz“ besteht im Kanton Bern in erster Linie aus Einsatzorganisationen, Führungsorganen, Fachstellen und der Bevölkerung. Bei Bedarf können jedoch weitere Institutionen, private Organisationen sowie die Armee zur Unterstützung aufgeboten werden.

Das Partnernetzwerk im Kanton Bern

Bild vergrössern Das Partnernetzwerk im Kanton Bern

Einsatzorganisationen – Miliz und Profis gemeinsam

Zusammengesetzt aus Berufs- und Milizpersonal (mit Dienstpflicht oder als Freiwillige) arbeiten im Bevölkerungsschutz als Einsatzorganisationen folgende fünf Partner zusammen:

Die Partnerorganisationen tragen die Verantwortung für ihre Aufgabenbereiche selbstständig und unterstützen sich gegenseitig. So erhöht sich die Durchhaltefähigkeit (Resilienz) des Verbundsystems. Neben dem Gesetz über den Bevölkerungsschutz regeln
alle Partnerorganisationen ihre Aufgaben und ihre Organisation in je eigenem Gesetz.

Führungsorgane – Koordination der Massnahmen

Stehen mehrere Partnerorganisationen während längerer Zeit im Einsatz (z.B. bei Grossereignissen), übernimmt ein politisch legitimiertes Führungsorgan die Koordination und die Führung.

Mehr Informationen zu den Führungsorganen auf Stufe Kanton, Verwaltungskreis, Region und Gemeinde finden Sie hier

Fachstellen – Regelung der Betriebssicherheit und Kontrollfunktionen

Neben den Einsatzorganisationen und Führungsorganen gibt es auch diverse Fachstellen, welche eine wichtige Rolle im Bevölkerungsschutz haben:

Einige Fachbehörden betreiben selber kritische Infrastrukturen oder legen die Kriterien fest, nach welchen Infrastrukturbetreiber diese sicher betreiben müssen. Dabei sind für den Bevölkerungsschutz insbesondere die „kritischen Infrastrukturen“ von Bedeutung.

Spezialisierte Labors sind für die Beaufsichtigung der einzuhaltenden Sicherheitsbestimmungen im Umgang mit Radioaktivität resp. chemischen oder biologischen Organismen (ABC-Stoffen) verantwortlich, welche die Bevölkerung und die Umwelt gefährden können. Im Ereignis- oder Störfall unterstützen sie die Einsatzorganisationen mit Analysetätigkeiten.

Andere kantonale Fachämter sind v.a. in den Bereichen der Massnahmen- und Vorsorgeplanung tätig und nehmen Koordinations- und Beratungsfunktionen vor, während und nach einem Ereignisfall wahr:

Bevölkerung – Selbst- und Nachbarschaftshilfe

Nicht zuletzt sind alle Bürgerinnen und Bürger auch selbst massgebend in den Bevölkerungsschutz involviert, indem sie sich eigenverantwortlich im zumutbaren Rahmen an den persönlichen Vorsorgemassnahmen beteiligen müssen. Eine gute Vorbereitung auf mögliche Notsituationen und Schadensereignisse steigert die Durchhaltefähigkeit wesentlich. Dies bedeutet auch, sich solidarisch um seine Mitmenschen zu kümmern (z.B. Nachbarschaft informieren bei Sirenenalarm).

Hinweis

Notvorrat
„Kluger Rat – Notvorrat“ – dieser Leitspruch ist zwar mittlerweile über 50 Jahre im Gebrauch, aber nach wie vor richtig. Eine Reserve an Mineralwasser (trinken ist wichtiger als essen!),  lebenswichtigen Verbrauchsgütern, Medikamenten, sowie die Vorhaltung von Batterien im Hinblick auf den Ausfall von Telefonie und Stromversorgung verbessern die eigene Handlungsfreiheit und helfen, allfällige Versorgungsengpässe zu überbrücken.

Merkblatt "Notvorrat" (PDF, 236 KB, 2 Seiten)


Weitere Informationen

Die Abteilung Bevölkerungsschutz steht dem Alertswiss-Blog Rede und Antwort.

 


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