Interventionsstelle Häusliche Gewalt
Ausgangslage
Mit RRB 1581/1999 (PDF) hat der Regierungsrat das Konzept für täterbezogene Massnahmen gegen Gewalt in Ehe und Partnerschaft im Kanton Bern verabschiedet und eine verwaltungsinterne Projektorganisation zu dessen Umsetzung eingesetzt. Das Konzept enthielt verschiedene Massnahmen zu den noch heute gültigen Zielen, Gewalt zu stoppen, Opfer zu schützen und Gewaltausübende zur Verantwortung ziehen.
Im Vortrag zum RRB vom 10. September 2003 (RRB 2486/2003) (PDF) wurde der Polizei- und Militärdirektion (POM) empfohlen, das bip als Projekt mit einem vorläufigen Zeithorizont von vier Jahren weiterzuführen. Nach einer externen Evaluation der Arbeiten (PDF) beauftrage der Regierungsrat mittels RRB vom 28. März 2007 (RRB 0540/2007) (PDF) das bip die weiterführenden Arbeiten in eine Interventionsstelle zu überführen. Diese Überführung wurde mittels RRB vom 28. November 2007 abgesegnet.
Ziele der Interventionsstelle:
- Häusliche Gewalt stoppen
- Opfer und ihre Kinder schützen
- Täter und TäterInnen zur Verantwortung ziehen
Schwerpunkte der Arbeiten
Die Zusammenarbeit, Vernetzung und Koordination der involvierten Institutionen und Behörden sind ein permanenter Prozess, der weitergeführt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden muss. Die Verfassung von Mitberichten und Stellungnahmen sowie Öffentlichkeitsarbeit sind wichtige Bestandteile der Arbeit.
Die Evaluation hat aufgezeigt, dass die sich die Arbeit der Interventionsstelle in Zukunft neu oder noch verstärkt mit den folgenden Themenbereichen auseinandersetzen soll:
- Optimierung und Anpassung der Interventionskette im Hinblick auf Gesetzesänderungen (Reform der dezentralen Verwaltung, Änderung des Vormundschaftsrechts und die Änderung des Strafprozessrechts).
- Durchführung des Pilotprojekts zur Etablierung eines Lernprogramms gegen Gewalt in Ehe, Familie und Partnerschaft.
- Spezifische gesetzgeberische Konzepte entwickeln, bspw. zur Anordnung des Lernprogramms, zur Verfolgung des pro aktiven Ansatzes
- Häusliche Gewalt und Kinder
- Häusliche Gewalt und Migration
- Häusliche Gewalt und Medizin
Struktur
Die Interventionsstelle ist mit 80 Stellenprozenten besetzt. Angesichts der vielfältigen Aufgaben, welche die Stelle zu erfüllen hat, werden die Empfehlungen der Evaluation etappenweise in Angriff genommen.
Um künftig den Anliegen der verschiedenen Regionen im Kanton Bern besser Rechnung tragen zu können, werden regionale Runde Tische initiiert.
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Evaluationsbericht August 2007 (PDF, 527 KB, 80 Seiten)
Weitere Informationen
Kontakt
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern POM
Generalsekretariat
Kramgasse 20
3011 Bern
Tel. 031 633 47 23
Fax 031 633 54 60
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