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Rückblick auf das Jahr 2011 Berner Zivilschutz mit über 16‘000 Einsatztagen

3. Februar 2012 – Medienmitteilung

Die Zivilschutzorganisationen im Kanton Bern leisteten im vergangenen Jahr im Rahmen von Einsätzen über 16'000 Diensttage. Einsätze bei Katastrophen und in Notlagen sowie für Instandstellungsarbeiten - etwa nach dem Hochwasser im Kandertal - machten dabei rund einen Fünftel aus. Die restlichen Diensttage fielen auf Einsätze zugunsten der Gemeinschaft auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene. Diese Engagements sind notwendig, um im Hinblick auf mögliche Katastropheneinsätze Strukturen zu festigen und den Organisationen zu ermöglichen, im überörtlichen Einsatz Erfahrungen zu sammeln.

Der Blick auf die im Jahr 2011 geleisteten Einsätze zeigt es: Der Zivilschutz wird im Kanton Bern als vielseitige und rasch verfügbare Organisation geschätzt und entsprechend oft eingesetzt. In ihrem Kernbereich, der Hilfe bei Katastrophen und in Notlagen, mussten die 37 kommunalen Zivilschutzorganisationen und die Kantonale Formation im vergangenen Jahr unterschiedlich oft aufgeboten werden. So leisteten mehrere Zivilschutzorganisationen kleinere regionale Einsätze, etwa im Zusammenhang mit Grossbränden oder zur vorübergehenden Unterstützung eines Altersheims nach Ausbruch des Noro-Virus.

Zu grösseren Katastropheneinsätzen, die ein überregionales Aufgebot des Zivilschutzes nötig machten, kam es im Berner Oberland: Ende August / Anfang September überwachten Schutzdienstleistende aus drei Zivilschutzorganisationen während 22 Tagen die Hochwassersituation an der Lütschine nach Wasserausbrüchen aus dem Gletschersee des Oberen Grindelwaldgletschers. Das am 10. Oktober 2011 nach heftigen Regenfällen aufgetretene Hochwasser im Gasterntal und Kandertal führte zu einem weiteren Katastropheneinsatz des Zivilschutzes. Während rund drei Wochen waren insgesamt 221 Schutzdienstleistende mehrerer Zivilschutzorganisationen im Einsatz und leisteten total 533 Diensttage. Neben der Unterstützung der Führungsorgane und der Mithilfe bei der Versorgung der Bevölkerung standen vor allem allgemeine Aufräumarbeiten sowie der Weg- und Brückenbau im Zentrum der Tätigkeiten.

Einsätze zugunsten der Gemeinschaft mit grossem Ausbildungsnutzen

Neben den Wiederholungskursen, die im Wesentlichen der Fachausbildung gewidmet sind, haben die Einsätze des Zivilschutzes zugunsten der Gemeinschaft einen grossen Ausbildungsnutzen. So können Strukturen gefestigt, Führungskompetenzen auch in Stress-Situationen aufgebaut und Erfahrungen mit überörtlichen Einsätzen gesammelt werden. Daneben ermöglicht diese Einsatzart den Gemeinden, den wesentlich von ihnen getragenen Zivilschutz kommunal und regional einzusetzen. Im Jahr 2011 wurden auf kommunaler Ebene rund 5‘500 Diensttage im Rahmen solcher Einsätze geleistet. Dabei wurde typischerweise in folgenden Bereichen auf die Hilfe des Zivilschutzes zurückgegriffen: Waldarbeiten, Bachverbauungen, Sanierungen von Wanderwegen, temporäre Mithilfe bei der Betreuung der Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sowie logistische Unterstützung kommunaler und regionaler Anlässe.

Grossanlässe nationaler Bedeutung wurden im vergangenen Jahr vom Zivilschutz mit über 7‘700 Diensttagen unterstützt. Der grösste Teil dieser Tage, nämlich rund 3‘400 respektive 1‘700 Diensttage, wurde für die beiden Ski-Weltcuprennen in Adelboden und in Wengen geleistet. Daneben waren verschiedene Zivilschutzorganisationen und die Formation des Kantons aber auch für den Ski-Cross Hasliberg/Grindelwald, die Eiskunstlauf-Europameisterschaft in Bern, die Schweizermeisterschaft im Schiessen, das Unspunnenfest und das Eidgenössische Jodlerfest im Einsatz. Der Zivilschutz erledigte dabei hauptsächlich Arbeiten in den Bereichen Sicherheit, Transport sowie Logistikauf- und -abbau.

Der Zivilschutz ist auf dem richtigen Weg

Sämtliche Zivilschutzeinsätze des vergangenen Jahres liefen reibungslos und ohne nennenswerte Schwierigkeiten ab. Die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, technischen Betrieben und der Armee funktionierte bestens. Die positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung anlässlich der Katastropheneinsätze und der verschiedenen Leistungsbezüger und Organisationskomitees belegen, dass sich der Zivilschutz im Kanton Bern auf dem richtigen Weg befindet.

 

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