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Häusliche Gewalt

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten, familiären oder partnerschaftlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausüben oder androhen.

Am häufigsten wird Gewalt in der Paarbeziehung polizeilich bekannt. Gewalt gegen Kinder, unter Geschwistern oder von Kindern gegen Eltern treten oft gleichzeitig auf, werden jedoch seltener angezeigt.

Aktuell 

Die Bekämpfung häuslicher Gewalt im Kanton Bern: die Geschichte

Am 28. November 2007 beschloss der Regierungsrat, die Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt dauerhaft einzurichten. Dies, nachdem das vorgängige Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Tagtäglich setzt sich die Interventionsstelle seither in Zusammenarbeit mit ganz verschiedenen Stellen, Institutionen und Behörden dafür ein, häusliche Gewalt zu stoppen, Opfer zu schützen und gewaltausübende Menschen zur Rechenschaft zu ziehen.

 

 

Einen Überblick über die Geschichte der Bekämpfung häuslicher Gewalt im Kanton Bern gibt die Festschrift:

Viele Opfer von häuslicher Gewalt wenden sich erst nach Jahren an die Polizei; Jahresstatistik 2016

Wegen häuslicher Gewalt ist die Kantonspolizei Bern letztes Jahr 945 Mal eingeschaltet worden. Damit ist die Zahl dieser Einsätze fast gleich hoch wie im Vorjahr. Das zeigt die Jahresstatistik 2016 der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt der Polizei- und Militärdirektion. Viele Opfer leiden bereits sehr lange Zeit unter der Gewalt, bis sie Hilfe bei der Polizei suchen.

Medienmitteilung: Polizei intervenierte in 945 Fällen wegen Häuslicher Gewalt; Jahresstatistik 2016 (6. Juni 2017)

Häusliche Gewalt im Kanton Bern, Jahresstatistik 2016 (PDF, 731 KB, 53 Seiten) 

Ratifikation der Istanbul-Konvention

Die Schweiz ratifiziert zurzeit das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention). Der Beitritt zur Istanbul-Konvention wird vom Regierungsrat des Kantons Bern unterstützt.

Regierungsratsbeschluss 60/2016 vom 20.1.2016: Stellungnahme zur Istanbul-Konvention

Factsheet zur Istanbul-Konvention der Schweiz. Konferenz gegen Häusliche Gewalt SKHG inkl. Anliegen des Kantons Bern (PDF, 80 KB, 3 Seiten) 

Veranstaltungen

Veranstaltungen und Weiterbildungen

Hilfe und Kontakt

Hier finden Sie Adressen und Links von Beratungsstellen für Opfer und für gewaltausübende Personen, für Notunterkünfte sowie Downloads der Notfallkarten in 16 Sprachen.

Häufige Fragen (FAQ)

Die Antworten geben Ihnen eine erste Orientierung, was Sie als gewaltbetroffene oder gewaltausübende Person, als Nachbarin oder auch als Arbeitgeber Betroffener tun können.

Polizeischutz

Die Polizei kann kurzfristige Schutzmassnahmen anordnen. Sie vermittelt beratende Gespräche für gewaltbetroffene und gewaltausübende Personen.

Lernprogramm

Lernprogramme und Spezialberatungen helfen gewaltbereiten Personen, Streit und Konflikte gewaltlos anzugehen. Die Teilnahme ist freiwillig. Sie kann auch angeordnet werden.

Trennung

Wie eine geordnete, gerichtliche Trennung eingeleitet werden kann.

Migration

Gewalt gegen Personen, deren Verbleiberecht von der Ehe abhängig ist.

Kindesschutz

Gewalt in der Familie schädigt Kinder und Jugendliche langfristig. Der Kanton hat zusätzliche, unterstützende Massnahmen beschlossen, die hier zusammengestellt sind. Sie werden ab 2015 umgesetzt.

Gesundheitsversorgung

Fachleute des Gesundheitswesens erfahren oft als erste von Gewalt. Hier finden Sie allgemeine Informationen und Auskünfte zu den Anzeige- und Meldemöglichkeiten an die Polizei oder die Kindesschutzbehörden.

Vernetzung

Aufgaben der Berner Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und wie im Kanton die Vernetzung involvierter Fachleute und Behörden organisiert ist.

Links und Publikationen

Ausgewählte Fachpublikationen und Links sowie einige aktuelle Gerichtsentscheide zu Fragen Häuslicher Gewalt


Weitere Informationen

 


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