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Häusliche Gewalt

Was ist häusliche Gewalt? 

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn eine Person in einer bestehenden oder aufgelösten familiären, ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung physische, psychische oder sexuelle Gewalt ausübt oder androht.

Am häufigsten tritt häusliche Gewalt in Paarbeziehungen von Erwachsenen auf. Häusliche Gewalt kann sich jedoch auch zwischen Kindern und Eltern, zwischen weiteren Familienmitgliedern oder in jugendlichen Paarbeziehungen abspielen. Meist werden verschiedene Gewaltformen nebeneinander ausgeübt und stellen ein eigentliches Gewalt und Kontrollmuster dar.

Beispiele: dauernd beschimpfen, Kontakte verbieten, fortlaufend kontrollieren, ohrfeigen, die Kinder gegen den Partner oder die Partnerin aufhetzen, einsperren, bedrohen, mit einem Messer verletzen, zu sexuellen Handlungen nötigen, würgen usw.

Wie andere Formen von Gewalt ist auch häusliche Gewalt verboten und wird strafrechtlich verfolgt: Betroffene Kinder und Erwachsene sowie ihr Umfeld können bei einer Gewalteskalation jederzeit die Polizei über die Nummer 117 zu Hilfe rufen. Diese sorgt in einem ersten Schritt für die Sicherheit der Betroffenen, in einem zweiten Schritt ermittelt sie und eröffnet je nach Situation ein Strafverfahren. Nach ihrem Einsatz informiert sie weitere Stellen und Behörden über die Intervention, damit diese der betroffenen Familie Unterstützung anbieten können. 

AKTUELL 

Istanbul-Konvention tritt am 1. April 2018 für die Schweiz in Kraft

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) tritt am 1. April 2018 für die Schweiz in Kraft. Es verfolgt das Ziel, jegliche Form von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zu verhüten, zu bekämpfen und zu verfolgen.

Für die Umsetzung der Istanbul-Konvention sind Bund und Kantone zuständig. Auf kantonaler Ebene koordiniert die Schweizerische Konferenz gegen Häusliche Gewalt SKHG die Umsetzung, auf Bundesebene stellt das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann die Koordination sicher.

Nichtstaatliche Organisationen und Fachstellen haben sich für die Umsetzung der Istanbul-Konvention in einem schweizerischen Netzwerk zusammengetan.

Regierungsratsbeschluss 60/2016 vom 20.1.2016: Stellungnahme zur Istanbul-Konvention

Factsheet zur Istanbul-Konvention der Schweiz. Konferenz gegen Häusliche Gewalt SKHG inkl. Anliegen des Kantons Bern (PDF, 81 KB, 3 Seiten)

Die Bekämpfung häuslicher Gewalt im Kanton Bern: die Geschichte

Am 28. November 2007 beschloss der Regierungsrat, die Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt dauerhaft einzurichten. Dies, nachdem das vorgängige Pilotprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Tagtäglich setzt sich die Interventionsstelle seither in Zusammenarbeit mit ganz verschiedenen Stellen, Institutionen und Behörden dafür ein, häusliche Gewalt zu stoppen, Opfer zu schützen und gewaltausübende Menschen zur Rechenschaft zu ziehen.

 

Einen Überblick über die Geschichte der Bekämpfung häuslicher Gewalt im Kanton Bern gibt die Festschrift:

Umfrage zum Umgang mit häuslicher Gewalt im Gesundheitswesen: Resultate

Die Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt setzt sich im Auftrag des Regierungsrats für die kontinuierliche Verbesserung der Bekämpfung häuslicher Gewalt im Kanton Bern ein.

Von April bis Dezember 2017 führte die Interventionsstelle eine Umfrage im Gesundheitswesen durch, um herauszufinden, ob und wie die Voraussetzungen für den Umgang mit häuslicher Gewalt in diesem Bereich verbessert werden sollen. In einem ersten Schritt wird die Interventionsstelle ein halbtägige Fortbildung für Gesundheitsfachpersonen anbieten (Ausschreibung folgt). Die Resultate der Umfrage sind in folgendem Bericht zusammengestellt:

Zusammenfassung Resultate (PDF, 79 KB, 7 Seiten) 

Broschüre Gesundheit und häusliche Gewalt (PDF, 1 MB, 38 Seiten)

Viele Opfer von häuslicher Gewalt wenden sich erst nach Jahren an die Polizei; Jahresstatistik 2016

Wegen häuslicher Gewalt ist die Kantonspolizei Bern letztes Jahr 945 Mal eingeschaltet worden. Damit ist die Zahl dieser Einsätze fast gleich hoch wie im Vorjahr. Das zeigt die Jahresstatistik 2016 der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt der Polizei- und Militärdirektion. Viele Opfer leiden bereits sehr lange Zeit unter der Gewalt, bis sie Hilfe bei der Polizei suchen.

Medienmitteilung: Polizei intervenierte in 945 Fällen wegen Häuslicher Gewalt; Jahresstatistik 2016 (6. Juni 2017)

Häusliche Gewalt im Kanton Bern, Jahresstatistik 2016 (PDF, 731 KB, 53 Seiten) 


Weitere Informationen

der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt

 


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.pom.be.ch/pom/de/index/direktion/ueber-die-direktion/big.html