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Schutz für Kinder und Jugendliche

Das Miterleben von häuslicher Gewalt stellt eine erhebliche Belastung für Kinder und Jugendliche dar. Sie wachsen in einem Klima von Angst und Drohung auf und/oder fürchten um das Leben ihrer nächsten Bezugspersonen. Die Betroffenen übernehmen früh die Rolle eines Erwachsenen, um die Mutter oder den Vater zu entlasten. Albträume, Zwänge, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen oder Freudlosigkeit sind einige mögliche Folgen.

Wer kann helfen?

Bei mehr als der Hälfte der polizeilichen Interventionen wegen häuslicher Gewalt leben Kinder in den betroffenen Haushalten. Meistens sind sie bei den Polizeieinsätzen anwesend. Die Evaluation des Pilotprojekts «Kindesschutz bei häuslicher Gewalt im Kanton Bern» zeigt, dass viele dieser Kinder im Vorschulalter sind.

Menschen, die sich für das Schicksal und die Situation dieser Kinder interessieren und sie als vertraute, verlässliche und verfügbare Bezugspersonen begleiten, tragen wesentlich dazu bei, dass belastete Kinder eine psychische Widerstandkraft (Resilienz) aufbauen können. Personen aus dem sozialen Netz der Kinder wie Verwandte, Nachbarn oder Jugendtreffmitarbeitende können eine solche Rolle übernehmen.

Der Kanton Bern setzt sich dafür ein, dass betroffene Kinder auch Zugang zu professioneller Hilfe erhalten und durch spezialisierte Stellen und Fachpersonen unterstützt werden. Die Mitarbeitenden hören zu, begleiten die Kinder, erkennen deren Bedürfnisse und nehmen ihre Interessen wahr.

Kantonales Projekt „Kinder helfen Kindern mit Geschichten“

Kinder haben grosse Bedenken, über schwierige Situationen zu Hause zu sprechen. Sie befürchten, dass die Erwachsenen sie nicht verstehen oder sogar alles noch schlimmer machen würden. Mit anderen Kindern können sie einfacher über familiäre Probleme reden. In Gesprächen mit Gleichalterigen, die ähnliche Sorgen und Nöte haben, realisieren Kinder, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht alleine sind.

Im Projekt Kinder helfen Kindern mit Geschichten bei häuslicher Gewalt, das vom August 2017 bis Dezember 2019 im Kanton Bern realisiert wird, soll deshalb ein Gruppentherapieangebot für Kinder, die daheim Gewalt miterleben, aufgebaut werden. Gearbeitet und diskutiert wird in dieser Kindergruppe mit Geschichten. Die Geschichten handeln von einer Familie, bei der viel schief läuft. Die Familie wohnt in einem Kanalhaus, an dessen Mauern Sonnenblumen und Efeu wachsen und das ein rotes Dach hat.

1. Newsletter vom Januar 2018 zum Projekt (PDF, 247 KB, 3 Seiten)


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.pom.be.ch/pom/de/index/direktion/ueber-die-direktion/big/Kindesschutz.html