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Verwahrung

Die Verwahrung wird rechtlich den Massnahmen zugeordnet. Das Gericht ordnet eine solche an, wenn eine Person bestimmte Delikte (Mord, vorsätzliche Tötung, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung, Raub, Geiselnahme, Brandstiftung, Gefährdung des Lebens oder eine andere Tat, die mit einer Höchststrafe von fünf oder mehr Jahren bedroht ist), begangen hat. Durch die Tat wurde die physische, psychische oder sexuelle Integrität des Opfers schwer beeinträchtigt bzw. hätte schwerwiegend beeinträchtigt werden können. Voraussetzung für die Anordnung einer Verwahrung ist die ernsthafte Annahme, dass die Person weitere solche Delikte begeht und eine schwere psychische Störung vorliegt, die mit der Tat in Zusammenhang steht. Im Unterschied zu einer stationären Massnahme geht das Gericht bei einer Verwahrung davon aus, dass die Täterin/der Täter nicht therapierbar ist.

Die lebenslängliche Verwahrung, welche seit dem 01.08.2008 in Kraft ist, kann durch das Gericht angeordnet werden, wenn die verurteilte Person als dauerhaft nicht therapierbar eingestuft wird und eine qualifizierte Rückfallgefahr sowie hohe Gefährlichkeit vorliegt.

Der Vollzug einer Freiheitsstrafe geht der Verwahrung voraus. Die Verwahrung ist analog zu den Massnahmen zeitlich nicht beschränkt. Die Vollzugsbehörde prüft von Amtes wegen grundsätzlich jährlich, ob eine verwahrte Person bedingt entlassen werden kann oder die Voraussetzungen für eine stationäre therapeutische Behandlung gegeben sind. In jedem Fall erfolgt die Anhörung einer spezialisierten Kommission (Konkordatliche Fachkommission KoFako) betreffend Gefährlichkeit der verwahrten Person.

Die Verwahrung wird in einer Strafanstalt oder einer Vollzugsinstitution für Massnahmen durchgeführt.


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