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Risikovollzug

Der Risikovollzug ist ein Bereich innerhalb der Bewährungs- und Vollzugsdienste (BVD). Er hat seine Arbeit am 1. August 2009 aufgenommen. Der Risikovollzug triagiert auf der Basis von Risikobeurteilungen die eingehenden Vollzugsfälle und entscheidet, ob ein Fall künftig im Bereich „Normalvollzug“ oder aber – aufgrund des erhöhten Risikos – im Risikovollzug selber geführt wird.
Dossiers von Personen, die wegen eines Anlassdeliktes im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB (in der Regel schweres Sexual- oder Gewaltdelikt) verurteilt worden sind und eine ungünstige Legalprognose für analoge Delikte in der Zukunft aufweisen, verbleiben bezüglich der Fallführung im Risikovollzug.
Der Risikovollzug entscheidet darüber, ob bei den von ihm geführten Vollzugsfällen bezüglich der Gewährung einer konkreten Vollzugsöffnung vorgängig eine Empfehlung der Kommission zur Beurteilung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern (KoFako) eingeholt werden sollte, um den Entscheid zusätzlich abzusichern. In einigen Fällen ist die Vorlage des Falls vor die Kommission aufgrund der gesetztlichen Bestimmungen zwingend (z.B. bei verwahrten Tätern).
Das grosse Fachwissen der Mitarbeitenden, die vertiefte Auseinandersetzung mit dem einzelnen Vollzugsfall und eine vernetzte, interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen einen optimalen Vollzugsverlauf unter Berücksichtigung der Anliegen der verschiedenen Anspruchsgruppen (z.B. öffentliche Sicherheit versus Resozialisierung) gewährleisten.


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