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Vaterschaftsanerkennung

Sie sind mit der Mutter Ihres Kindes nicht verheiratet und möchten deshalb eine Vaterschaftsanerkennung machen, um auch rechtlich als Vater zu gelten. Gerne helfen wir Ihnen dabei. Wenden Sie sich an das Zivilstandsamt Ihrer Wahl. Es informiert Sie, welche Dokumente nötig sind, und vereinbart mit Ihnen einen Termin. Bitte beachten Sie folgende wichtigen Punkte:

  • Nur der leibliche Vater kann ein Kind anerkennen.
  • Sie müssen handlungsfähig sein. Sind Sie minderjährig oder stehen unter umfassender Beistandschaft, benötigen Sie die Zustimmung der Eltern bzw. der Vormundin/des Vormundes oder der Beiständin/des Beistandes.
  • Sie können Ihr Kind auch anerkennen, wenn Sie mit einer anderen Frau als der Mutter Ihres Kindes verheiratet sind.
  • Ist die Mutter Ihres Kindes mit einem anderen Mann verheiratet, gilt dieser von Gesetzes wegen als Vater. Diese Vaterschaft muss daher vor der Anerkennung durch ein Gericht aufgehoben werden.
  • Eine Anerkennung vor der Geburt ist empfehlenswert. Sie können Ihr Kind jedoch auch jederzeit nach der Geburt anerkennen.

Wirkung der Anerkennung

Mit diesem unwiderruflichen Schritt haben Sie die rechtliche Verwandtschaft mit Ihrem Kind begründet. Dies bedeutet, dass Ihr Kind Ihnen gegenüber nun erbberechtigt ist und Anspruch auf Unterhalt hat.

Elterliche Sorge

Auch nach der Anerkennung durch den Vater steht das Kind ausschliesslich unter der elterlichen Sorge der volljährigen Mutter, solange Sie als Eltern nicht miteinander verheiratet sind. Sie können jedoch vereinbaren, dass Sie die elterliche Sorge gemeinsam ausüben möchten, d. h. Sie bestätigen, dass Sie gemeinsam die Verantwortung für Ihr Kind übernehmen und sich über die Obhut und den persönlichen Verkehr oder die Betreuungsanteile sowie über den Unterhaltsbeitrag für Ihr Kind verständigt haben.

Die Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge können Sie beim Zivilstandsamt nur im Rahmen der Anerkennung abgeben. Das Zivilstandsamt erteilt allerdings keine Auskünfte über die Wirkungen der gemeinsamen elterlichen Sorge. Es steht Ihnen jedoch frei, sich vorher vom zuständigen Sozialdienst bzw. dem Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern (Adressliste (PDF, 201 KB, 33 Seiten)) beraten zu lassen; massgebend ist der Wohnsitz des Kindes. Wenn Sie die gemeinsame elterliche Sorge erst später vereinbaren möchten, wenden Sie sich ebenfalls an diese Stellen.

Familienname des Kindes

In der Regel, d.h. nach schweizerischem Recht, erhält das erste gemeinsame Kind nicht miteinander verheirateter Eltern den Ledignamen der Mutter. Haben Sie als Eltern bei der vorgeburtlichen Kindesanerkennung die gemeinsame elterliche Sorge erklärt, können Sie mit der Geburtsmeldung den Ledignamen des Vaters zum Namen Ihres ersten Kindes bestimmen.

Nach der Geburt können Sie beim Zivilstandsamt Ihr Kind anerkennen und gleichzeitig die gemeinsame elterliche Sorge erklären sowie den Ledignamen des Vaters als Familiennamen des Kindes festlegen. Oder Sie geben innerhalb eines Jahres, nachdem Sie die gemeinsame elterliche Sorge vereinbart haben, eine Namenserklärung ab, wenn Sie wünschen, dass Ihr Kind den Ledignamen des Vaters erhält.

Für ein ausländisches Kind ist eine andere Namensführung möglich, sofern das Recht des Heimatstaates dies vorsieht und die Mutter bzw. bei gemeinsamer elterlicher Sorge die Eltern die Anwendung des Heimatrechtes wünschen. Eine solche Erklärung geben Sie bei der Beurkundung der Geburt oder der Anerkennung schriftlich ab. Für ein Kind mit Wohnsitz im Ausland ist unter Umständen das Recht des Wohnsitzstaates anwendbar.

Bürgerrecht

Ist die Mutter des Kindes Schweizerin, behält das Kind auch nach der Anerkennung das Bürgerrecht der Mutter. Bei einer späteren Heirat erhält das minderjährige Kind, falls der Vater Schweizer ist und es dessen Familiennamen trägt, das Kantons- und Gemeindebürgerrecht des Vaters.
Sind Sie Schweizer und die Mutter ausländische Staatsangehörige, erhält das Kind nach der Anerkennung Ihr Kantons- und Gemeindebürgerrecht und somit auch das Schweizer Bürgerrecht. Dies gilt jedoch nur für Kinder, die nach dem 1. Januar 2006 geboren sind.

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