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Zweisprachige Wanderausstellung «Stärker als Gewalt/Plus fort que la violence» Zusammen «Stärker als Gewalt»

3. September 2019 – Medienmitteilung

Die Kantone Bern und Freiburg haben im Kampf gegen häusliche Gewalt zusammengespannt: Am Dienstag, dem 3. September 2019, wurde in Bern die neue Wanderausstellung «Stärker als Gewalt/Plus fort que la violence» vorgestellt. Nach einem ersten Halt im Gymnasium Kirchenfeld sollen Jugendliche in den Kantonen Bern und Freiburg sowie weiteren Kantonen sensibilisiert werden.

Die Zahlen zu häuslicher Gewalt in der Schweiz sind nach wie vor hoch: Mehr als 18'500 Fälle waren es in der ganzen Schweiz im vergangenen Jahr. Davon betroffen sind immer wieder auch Kinder und Jugendliche. Grund genug für Fachstellen aus den Kantonen Bern und Freiburg zusammenzuspannen und ein gemeinsames Präventionsprojekt zu starten. Die Ausstellung «Stärker als Gewalt/Plus fort que la violence» zeigt Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, wie sie den Kreislauf der Gewalt durchbrechen und wo sie Hilfe erhalten können. Denn: Häusliche Gewalt ist kein Schicksal und kann gestoppt werden.

Eröffnung mit Regierungsräten aus Bern und Freiburg

Die Vernissage der Ausstellung fand heute im Gymnasium Kirchenfeld statt. Der Berner Polizei- und Militärdirektor Philippe Müller betonte in seiner Rede, dass es wichtig sei, junge Menschen für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren. Die Freiburger Sozialdirektorin Anne-Claude Demierre wies darauf hin, dass häusliche Gewalt stark auf die fehlende Gleichstellung von Frau und Mann zurückzuführen ist.

Auseinandersetzung mit der Gewaltdynamik

Die Ausstellung ist als Besuch in eine Familienwohnung konzipiert. Die einzelnen Zimmer sind in Holzkisten eingerichtet, die in der Strafanstalt Witzwil gebaut wurden. Auf dem Rundgang durch die Zimmer werden die Besucherinnen und Besucher mit verschiedenen Aspekten häuslicher Gewalt konfrontiert. Dazu gehören unter anderem rechtliche Aspekte im Wohnzimmer, in der Küche verschiedene Faktoren, die zu häuslicher Gewalt führen können, oder im Badezimmer die Opfer- und Täterperspektive. Besonderes Gewicht wurde in der Ausstellung auf die Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen durch Gewalt gelegt. Das Jugendzimmer zeigt Besucherinnen und Besuchern mögliche Risiken im Umgang mit digitalen Medien auf. Zusätzlich zur Ausstellung wurde ein Begleitheft erstellt, in welchem Hintergrundinformationen und Fragestellungen aufgeführt sind.

Ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Stellen

Die Ausstellung ist für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren entwickelt und in Deutsch und Französisch umgesetzt worden. Sie ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Bern und Freiburg. Es wurde durch die Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt, die Kantonspolizei Bern und das Büro für Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) Freiburg initiiert und umgesetzt. Zahlreiche weitere Partner von Bund und Kantonen haben die Umsetzung unterstützt.

Zweisprachige Ausstellung geht auf Wanderschaft

Vom 28. August bis zum 19. September werden Schulklassen aus dem Raum Bern die Ausstellung im Gymnasium Kirchenfeld besuchen. Neben der Kantonspolizei Bern sowie der Berner Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt und dem Gymnasium Kirchenfeld sind auch die Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, die Fachstelle Häusliche Gewalt Stadt Bern, der Christliche Friedensdienst cfd, die Beratungsstelle Opferhilfe Bern sowie die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern GIBB beteiligt. Vom 20. September bis am 20. November ist die Ausstellung im Kanton Freiburg zu Gast, bevor sie ab dem 25. November erneut in Bern und anschliessend in der Westschweiz besucht werden kann.

Mediendokumentation

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