Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Aufhebung

Die Aufhebung einer Massnahme erfolgt dann, wenn ihre Durch- oder Fortführung als aussichtslos erscheint. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der mit der Massnahme angestrebte Zweck nicht erreicht werden kann.

Die BVD unterbreiten in diesen Fällen dem Gericht die Gründe für die Aufhebung. Diesfalls ist die aufgeschobene Freiheitsstrafe in der Regel zu vollziehen. Das Gericht kann an Stelle der Freiheitsstrafe eine andere Massnahme und bei besonders schweren Delikten auch eine Verwahrung anordnen.

Im Fall der ambulanten Behandlung gem. Art. 63 StGB, bei welcher eine bedingte Entlassung gesetzlich nicht möglich ist, wird die Massnahme aufgehoben, wenn sie erfolgreich abgeschlossen wurde. In diesen Fällen ist die aufgeschobene Strafe nicht mehr zu vollziehen.

Erfolgt eine Aufhebung wegen Ausichtslosigkeit, Erreichen der gesetzlichen Höchstdauer oder Erfolglosigkeit, ist die aufgeschobene Freiheitsstrafe zu vollziehen, sofern nicht die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung oder eine bedingte Freiheitsstrafe vorliegen. Das Gericht legt dabei fest, wie weit der bisherige Freiheitsentzug angerechnet werden soll. Möglich ist auch die Umwandlung in eine stationäre Massnahme.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.pom.be.ch/pom/de/index/freiheitsentzug-betreuung/einweisungsbehoerde/einweisung_und_vollzug/Massnahmen/Aufhebung.html