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Sexarbeit im Kanton Bern

Bewilligung für ausländische Sexarbeitende

Das Bewilligungsverfahren um als ausländische Person ohne Aufenthaltsstatus im Sexgewerbe tätig zu sein, unterscheidet sich je nach Aufenthaltsdauer. Zusätzlich wird zwischen selbständig und unselbständig Erwerbenden unterschieden. Die nachfolgenden Regelungen gelten nur für Angehörige von EU/EFTA-Staaten. Personen aus Drittstaaten, welche über keine Aufenthaltsbewilligung verfügen, haben keine Möglichkeit im Sexgewerbe tätig zu sein.

Selbständige Dienstleistungserbringende

Um als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter selbständig zu arbeiten, müssen Sie Ihre Selbständigkeit nachweisen können. Eine selbständige Erwerbstätigkeit ist nur möglich, wenn sie über 90 Tage ausgeübt wird und gilt im Erotikgewerbe nur für Personen, die ihre Dienstleistungen ausserhalb eines Betriebs bzw. Etablissements erbringen und denen keine Drittpersonen Anweisungen erteilen.

Melden Sie sich vor der Aufnahme Ihrer Arbeit bei der Fremdenkontrolle Ihrer Wohngemeinde an um eine Bewilligung zu beantragen. Bei der Anmeldung müssen Sie folgende Unterlagen mitbringen.

  • Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID
  • Businessplan
  • Mietvertrag für Ihre Wohnung
  • Mietvertrag für Arbeitsraum (Wohnung/Zimmer)
  • Police einer Schweizer Krankenversicherung oder das Sozialversicherungsformular A1 (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind)
  • Anmeldebestätigung der AHV als selbständig Erwerbende/r oder das Sozialversicherungsformular A1 (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind)

Ihre Wohngemeinde leitet Ihr Aufenthaltsgesuch der zuständigen Migrationsbehörde weiter. Nachdem diese Ihre Unterlagen geprüft hat, werden Sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Können Sie Ihre Selbständigkeit nachweisen, erteilt Ihnen die Migrationsbehörde die entsprechende Bewilligung.

Unselbständige Dienstleistungserbringende

Sexarbeitende, die in einem Etablissement arbeiten, werden grundsätzlich als unselbständige Arbeitnehmer/innen im ausländerrechtlichen Sinn behandelt. Somit gelten Betreiber/innen eines Etablissements als Arbeitgeber/innen, auch dann, wenn sie lediglich Zimmer vermieten.

Maximal 90 Tage Aufenthalt

Als Sexarbeiterin oder Sexarbeiter in einem Anstellungsverhältnis können Angehörige von EU-27/EFTA-Staaten bei einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen pro Jahr im sogenannten Meldeverfahren zugelassen werden. Sie brauchen daher keine Bewilligung. Ihre/e Arbeitgeber/in ist jedoch verpflichtet, die Erwerbstätigkeit spätestens einenTag vor Beginn online in der Schweiz anzumelden. 

Zusätzlich muss der/die Arbeitgeber/in bei der zuständigen Migrationsbehörde folgende Unterlagen einreichen:

Nach Prüfung der Unterlagen stellt die Migrationsbehörde dem/der Arbeitgeber/in die Meldebestätigung per E-Mail zu. 

Aufenthalt über 90 Tage

Bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen pro Jahr, müssen sich unselbständige Sexarbeitende vor dem Stellenantritt bei der Fremdenkontrolle ihrer Wohngemeinde anmelden und eine Bewilligung beantragen. Bei der Anmeldung müssen sie folgende Unterlagen mitbringen:

  • Kopie eines gültigen Passes oder einer gültigen ID
  • von beiden Parteien unterschriebener Arbeitsvertrag (Mustervertrag (PDF, 158 KB, 3 Seiten))
  • Police einer Schweizer Krankenversicherung bzw. Antrag an eine Schweizer Krankenversicherung

Die Wohngemeinde leitet das Aufenthaltsgesuch der zuständigen Migrationsbehörde weiter. Ab diesem Zeitpunkt ist der Stellenantritt grundsätzlich erlaubt. Die Migrationsbehörde prüft die Unterlagen und entscheidet, ob eine Bewilligung erteilt werden kann.

 

Merkblatt "Unselbständige Erwerbstätige EU/EFTA im erotischen Bereich in einem Etablissment" (PDF, 143 KB, 2 Seiten)

 

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