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Informationen zum Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG)

Integrationsrechtliche Bestimmungen

Am 1. Januar 2019 sind die integrationsrechtlichen Bestimmungen in Kraft getreten:

  • Das AIG enthält Integrationskriterien,
  • die Integrationsvereinbarung ist verbindlicher gestaltet,
  • es werden Sprachkenntnisse beim Familiennachzug verlangt und
  • die Voraussetzungen zur Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) sind verschärft worden.

Ausserdem ist es möglich, die Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) in eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) zurückzustufen. Zudem wird die Eingliederung in den Arbeitsmarkt von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen erleichtert, denn deren Stellenantritt untersteht nicht mehr einem Bewilligungsverfahren sondern nur noch einem Meldeverfahren.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

Integrationskriterien

Das AIG sieht vor, dass ein Grossteil der in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer gesetzlich festgelegte Integrationskriterien erfüllen muss. Ausländerinnen und Ausländer müssen

  • die öffentliche Sicherheit und Ordnung beachten,
  • die Werte der Bundesverfassung respektieren,
  • sich rudimentäre Sprachkenntnisse aneignen und
  • am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung teilnehmen.

Bei Integrationsdefiziten werden die Migrationsbehörden mit den betroffenen Personen Integrationsvereinbarungen abschliessen. Wenn eine Integrationsvereinbarung nicht eingehalten wird, kann der betroffenen Person die Aufenthaltsbewilligung entzogen werden.

Sprachkenntnisse beim Familiennachzug: mündliche Sprachkenntnisse auf dem Niveau A1 des Referenzrahmens für Sprachen erforderlich

Die Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung (Ausweis C), Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) oder von vorläufig Aufgenommenen (Ausweis F) müssen vor ihrer Einreise die Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot einreichen, das dazu führt, dass sie in der am künftigen Wohnort gesprochenen Landessprache das Niveau A1 gemäss Referenzrahmen für Sprachen erreichen.

Ein Jahr nach der Einreise müssen sie nachweisen, dass sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache auf dem Niveau A1 verständigen können.

Strengere Voraussetzungen für die Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Ausweis C)

Die Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) kann nur noch erteilt werden, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller die Integrationskriterien erfüllt und in der am Wohnort gesprochenen Landessprache das Niveau A2 (mündlich) und A1 (schriftlich) erreicht.

Für die vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung muss das Sprachniveau B1 (mündlich) und A1 (schriftlich) erreicht werden.

Rückstufung der Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) in eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B)

Die Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) kann widerrufen und durch eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B) ersetzt werden, wenn die betroffene Person die Integrationskriterien nicht erfüllt.

Meldeverfahren für den Stellenantritt von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen

Vorläufig aufgenommene Personen (Ausweis F), vorläufig aufgenommene Flüchtlinge (Ausweis F) und anerkannte Flüchtlinge (Ausweis B) benötigen keine Arbeitsbewilligung mehr. Nach Meldung des Stellenantritts dürfen sie die Erwerbstätigkeit aufnehmen. Weitere Informationen:

Arbeiten mit den Ausweisen F und B


Weitere Informationen

 


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